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Heisswasser mit Parabolspiegel

Im Zillertaler Stumm gibt es ein Hotel mit Konditorei, wo ich im Garten mal diese Schmuckstücke von Parabolspiegeln gesehen habe. Zum Glück habe ich sie fotografiert, denn bei einem Umbau / Ausbau des Hotels im Jahr 2010 wurde dieses Warmwasser-System abgerissen, und mit einer größeren Dachkollektoranlage ersetzt.

Die Parabolspiegel bestanden aus einem Betonähnlichem Paraboloid, der mit hunderten 2 x 3 cm großen Spiegelchen ausgekleidet wurde. Die Spiegel sind eingeklebt worden, und sind höchstens 1mm dick gewesen. Das muß bestimmt lange gedauert haben...

Ich habe nachgefragt wie es denn bei Hagel sich verhielt, und da sagte der Besitzer, daß durch den Kleber die Hagel-Schläge absorbiert wurden, außerdem stehen die Parabolspiegel nicht waagerecht, und deshalb wird nicht die volle Bewegungsenergie an das Glas des Spiegels übergeben...

Die Spiegel sind damals irgendwie von Swarovski eingekauft worden. Leider findet man heute solche dünnen Spiegelchen kaum mehr am Markt.

Der Durchmesser beträgt ca 2,5 - 3m. Der Spiegel sah einfach fantastisch aus! Angeblich haben beide Anlagen gemeinsam ca. 9 kW an Heizleistung gehabt. Genug um Warmwasser für das ganze Hotel und der Konditorei bereitzustellen.

Das schönste war der einfache Absorber, der aus aufgewickeltem Kupferrohr bestand, und mit einer Glaswolle ausgekleideten Blechdose isoliert wurde.

Die Nachführung bestand aus einfachen Scheibenwischermotoren gekoppelt mit Kettenantrieb. Ich glaube sogar, daß Hilber Solon sich seine kettengetriebene Nachführung hier abgeschaut hatte.

Der Sensor für die Nachführung ist auch zu sehen, er besteht aus 4 Fototransistoren, und Abschattungsblechen. Warscheinlich ein ganz aus analogelektronik aufgebautes Teil...

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